Es hätte so schön werden können. Mit den Ergebnissen vom Wochenende hätte der Traktooor mit einem Heimsieg gegen den SV Radibor den Meistertitel und Aufstieg zu 99% klar machen können. Aber wäre, wäre Fahrradkette, wie Lothar Matthäus zusagen pflegen würde, wurde es daraus leider nichts.
Mit fast voller Kapelle konnte Trainer Böhm das Spiel angehen. Kurzfristig musste er auf den erkrankten Benad verzichten, der auf der Bank Platz nahm. Dennoch war es, bis auf diese Umstellung, die Derbysiegerelf der Vorwoche.
Zu Beginn des Spiels sah man die unterschiedlichen Herangehensweisen an das Spiel. Radibor verriegelte mit zwei Viererketten tief das eigene Tor. Die erste halb Stunde spielte sich ausschließlich in der Hälfte der Gäste ab, doch ein Durchkommen war zunächst nicht möglich. Durch Standardsituationen wurde es gefährlich. Lehmann servierte einen Eckball auf Seidel, der den Ball volly aus 7m übers Tor schoss. Danach bediente Hertrampf den startenden Sechser Kittel mustergültig, doch dieser verzog vorm Tor. In der 24. Minute erfolgte dann der Führungstreffer. Ursprung war wieder ein Eckball. Den darausfolgenden Seidel Kopfball parierten die sorbsichen Verteidiger noch auf der Linie, doch der Abpraller landete bei Schwurack, der ihn aus wenigen Metern ins Tor köpfte.
Danach wollte der Traktooor weiter dominant auf das zweite Tor gehen. Doch die Gäste nutzten in der Folge einige Abwehrfehler und Leichtsinnigkeiten. So tauchten sie gleich mehrfach frei vor Hüter Förster auf. Nach drei vergebenen Chancen war es dann Goalgetter Zieschwauck, der einen Stockfehler ausnutzte und humorlos den Ausgleich besorgte.
Nach der Halbzeit blieb das Spielbild unverändert. Die Gäste aus Radibor hatten jedoch den 5 seitigen Matchplan von Trainer Grenzemann komplett verinnerlicht und nutzten mit schnellen Gegenstößen weiter Lapsuse aus. Ein Angriff über links brachte Grubert scharf vors Tor. Dort konnte erneut Zieschwauck einnetzen.
Nun war der Traktooor gefragt. Es gab nun noch wütender Angriffe aufs Tor von Hüter Petschak, doch an diesem Tag sollte das Fortune nicht beim Traktooor liegen. Zunächst vergab Seidel denkbar knapp nach einem guten Ball in die Spitze. Danach landete ein Querschläger von Zieschwauck an der eigenen Latte, von wo der Ball zurück ins Feld sprang. Danach gab es noch weiter Chancen wobei vor allem Seidel am heutigen Tag immenes Pech im Abschluss hatte.
So verzogen die Minuten und auch der letzte Angriff verpuffte. Dadurch musste man sich aufopferungsvoll kämpfenden Radiborern geschlagen geben.
Nun kommt es zum Showdown am kommenden Samstag in Milkel. Erster gegen Zweiter. Der Gewinner wird Meister und steigt auf. Der Verlierer muss sich mit dem ungeliebten zweiten Platz und einem weiteren Jahr Kreisliga zu Frieden geben. Ein denkwürdiges Setup. Daher lasst Euch bei tropischen Temperaturen dieses Spektakel nciht entgehen. Kommt zahlreich und feuert unseren Traktooor an. Jetzt erst Recht. Wir wollen diesen Sieg und werden alles dafür reinhauen.
Gut Kick.














