Vor der Partie musste Coach Böhm die Zentrale deutlich umbauen. Mit Haase, Günther, Stewig, Swakon und Lehmann fehlten fast alle Zentrumsspieler. Dafür startete Schwarz neben Mitscherlich in der Innenverteidigung und Schuster bildete mit Kittel die Doppelsechs. Im vorderen Bereich konnte der Trainer wieder auf das Offensivquartett der Vorsaison zurückgreifen.
Zu Beginn der Partie legte eben dieses los wie die Feuerwehr. Schon nach einer Minute spitzelte Benad den Ball Richtung Zentrum, der Verteidiger hatte den Ball egtl,, aber rechnete nicht mit dem anstürmenden Hertrampf. Dieser nahm die Kugel mit in den Strafraum, umkurvte Keeper Herrmann und schob ins Tor ein. Kurz danach klingelte es ein zweites Mal im Gehäuse der Gäste. Einen weiten Mitscherlich Einwurf köpfte Seidel ins lange Eck. Der Traktooor machte keinen Halt und drückte weiter aufs Gaspedal. Nach einem Eckball köpfte Seidel den Ball an die Latte. In Minute 16 fiel bereits das 3:0. Abermals antizipierte Hertrampf goldrichtig und erlief einen zu kurz geratenen Rückpass. Im Anschluss legte er auf Benad quer, der den Ball ins Tor schoss. Nach langer Verletzung der erste Treffer des Kapitäns.
Durchatmen? Fehlanzeige! Weiter rollte Angriff um Angriff auf die SpVgg zu. Vor allem Benad hatte zwei Großchancen, doch schoss jeweils am Tor vorbei. Zudem war es erneut Seidel der mit einem Kopfball an der Latte scheiterte. So kam es wie es oft im Fussball kommt. Wenn du Vorne die Dinger nicht machst, bekommst du sie Hinten rein. Die Gäste stabilisierten sich nach etwa einer halben Stunde. Dabei zeigten sie klar auf, dass sie guten Kombinationsfussball aufs Parkett legen können. Erste Chancen waren die Folge. Bspw. köpfte P.Witschas den Ball unbedrängt im Strafraum direkt in die Arme von Hüter Haupt. Kurz vor der Halbzeit folgte der Doppelschlag der Gäste. Zunächst kombinierten sie sich gefällig über die linke Seite und die anschließende Flanke köpfte der Stürmer scharf aufs Tor. Keeper Haupt zeigte seine ganze Klasse und parierte sehenswert, doch der Abpraller konnte durch Becker nicht geklärt werden und so schoss der Allrounder Reimer an, von dem der Ball ins Tor ging. Wenige Sekunden vor der Halbzeitpause der nächste Treffer. Dieses Mal konnte ein Angriff über rechts nicht geklärt werden und die anschließende scharfe Flanke lenkte Schwarz unglücklich ins eigene Tor.
Starke Moral der Gäste, die nach desolaten 20 Minuten eindrucksvoll ins Spiel zurückfanden. Dennoch hätte der Traktooor bereits mit Treffer Nummer 4 und 5 das Spiel schon entschieden haben müssen.
Die Gäste nahmen den Schwung mit in Hälfte Zwei. In dieser Phase waren sie klar spielbestimmend und in den Zweikämpfen dominanter. Der Traktooor war noch konsterniert und kam überhaupt nicht mehr ins Offensivspiel. Folgerichtig glichen die Gäste in Minute 59 aus. P.Witschas behauptete stark den Ball im Mittelfeld und schickte Müller auf die Reise. Hüter Haupt kam aus dem Tor, konnte den Ball zwar erreichen, aber legte ihn unfreiwillig vor die Füße von Reimer. Dieser packte den Zauberfuß aus und schlenzte den Ball aus 25m per Außenriss sehenswert ins Tor. Spätestens jetzt war der Traktooor wieder gefragt. Schnörkelos wurde die erste Chance der zweiten Hälfte herausgespielt. Einen langen Ball verlängerte Seidel in den Lauf von Hertrampf, der mit seinem Abschluss an der Fußabwehr von Herrmann scheiterte. Kurz darauf ähnliches Bild doch dieses Mal wurde der Youngster kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß setzte Schuster übers Tor.
Die Gäste hatten über einen Vorstoß auf der rechten Seite die Chance zur Führung, doch der Ball ging knapp am langen Pfosten vorbei. In der 75. Minute brannte Jubel auf. Seidel und Härtel kombinierten sich über links in den Strafraum. Dabei narrte Seidel auf Höhe der Grundlinie den Gegenspieler und schoss aus spitzen Winkel Richtung Tor. Hüter Herrmann fälschte den Ball noch ab und so trudelte dieser über die Linie. Nur vier Minuten später die mutmaßliche Entscheidung. Benad eroberte den Ball und trieb ihn im Mittelfeld an. Dann folgte der Chipball auf den einlaufenden Hertrampf, der zunächst am Hüter scheiterte aber den Rebound direkt an seinen Kopf bekam und der Ball ins Tor flog. Nicht schön aber immens wichtig!
Die Moral der Gäste sollte an dem heutigen Tag jedoch nichts erschüttern. Egal bei welchem Spielstand spielten sie mutig und zielstrebig nach vorn. Nach einem Eckball lief sich Y.Witschas am kurzen Pfosten frei und köpfte ihn stark ins Tor zum 5:4 Anschlusstreffer. Nun war es ein wahrer Schlagabtausch und Abnutzungskampf. In der Nachspielzeit konnte der Traktooor mit dem sechsten Treffer alles klar machen. Einen langen Ball nahm Benad ungewohnt perfekt an, drehte sich um Verteidiger Y.Witschas herum und lief in Richtung Tor. Kurz davor bediente er auf links Härtel, der den Ball annahm und ins kurze Eck beförderte.
Nun war Schluss und der harte erarbeitete Heimsieg eingetütet. Noch sind es vier Spiele für diese Saison. Nach dem spielfreien Pfingstwochenende geht es für den Traktooor zur Zweitvertretung von Hoyerswerda. Bis dahin wünschen wir Allen frohe Pfingsten und bleibt sportlich.










