Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Am Freitag fand das Derby beim SV 1896 Großdubrau vor beeindruckender Kulisse statt. Mit über 425 Zuschauern bot das Publikum einen mehr als würdigen Rahmen für ein Kreisligaspiel.
Vorab großes Danke an die tolle Organisation der Ehrenamtlichen beim SV 1896 Großdubrau, die am Wochenende ihr Sportfest zum 130. Vereinsjubiläum toll organisiert und durchgeführt haben. Eine super Veranstaltung, die lange in Erinnerung bleiben wird.
Zum Sportlichen. Im Tor des Traktooors stand erneut Legende Förster. Ansonsten rückte Haase nach abgesessener Rot Sperre wieder in die Startelf. Coach Böhm hatte wieder einen qualitativ hochwertigen Spieltagskader zur Verfügung. Fahrradprofi Volz meldete sich nach Verletzung und kurzem Trip von Bautzen nach Malmö auf dem Rad wieder an.
Von Spielbeginn an präsentierte sich der Traktooor druckvoll und aggressiv im Pressing. Die Heimelf beschränkte sich auf das geschlossene Verteidigen und sah ihr Mittel im schnellen Umschaltspiel nach Ballgewinn. Dadurch kreierten sie sich die erste Großchance des Spiels. Löwe wurde steil geschickt. Förster kam aus seinem Kasten aber hatte gegen den 25 Jahre jüngeren Stürmer klare Geschwindigkeitsdefizite. Doch Löwe wurde zu weit nach außen abgedrängt und konnte so nicht den Schuss auf verwaiste Tor wagen. Im Anschluss wurde die Situation ohne großen Schaden geklärt. Nun meldete sich der Traktooor mit seiner ersten Chance im Spiel an. Ein Flanke von Haase schob Seidel aus 8m neben das Tor. Danach hatte Härtel zwei Abschlüsse, die jedoch jeweils am Tor vorbeigingen.
In der 30. Spielminute fiel der Führungstreffer. Haase bediente Seidel flach in der Spitze, dieser drehte sich stark gegen Bolzmann auf und schickte Benad in den Strafraum. Der Kapitän schob den Ball an Hüter Stephan vorbei an den Innenpfosten, jedoch landete der Abpraller beim goldrichtig stehenden Hertrampf, der nur noch einschieben musste. Danach hatte Seidel die Großchance zum zweiten Treffer. Sein Abschluss ging jedoch an den Innenpfosten und wurde von Bolzmann auf der Linie geklärt.
Die Männer vom Wasserturm hatten noch eine gute Ausgleichschance, als nach einem Ballverlust der aufgerückte Fechner im Strafraum bedient wurde, den Ball aber übers Tor hämmerte. So ging es mit der knappen Führung in die Pause.



Die zweite Halbzeit war dann ein wahres Schaulaufen des Traktooors. Immer wieder wurde die wackelige Abwehr der Heimelf attackiert und daraus entwickelten sich mehrere Chancen. Zunächst verpasste Schwurack mit seinem Abschluss noch knapp das Tor, doch wenig später legte Hertrampf den zweiten Treffer nach. Frei im Strafraum schob er den Ball an Verteidiger und Hüter vorbei ins lange Eck. Kurz darauf der wohl schönste Spielzug des Tages. Über die Stationen Haase, Kittel und Jurack gelangte der Ball mittels kurzer, präziser Pässe in die Spitze auf Benad, der am Hüter vorbeiging und locker zum 3:0 einnetzte. Danach folgten weitere ungenutzte Hochkaräter. Beispielsweise schaffte es der Traktooor bei einem Angriff mit vier Stürmern und keinem Verteidiger, den Ball nicht im Tor unterzubringen.
Die Großdubrauer versuchten nun wenigstens einen Ehrentreffer aufs Tableau zu bringen. Aber die Abwerharbeit um Lehmann war an diesem Tag überragend. Vor allem Haase und Kittel zeigten einen leidenschaftlichen Auftritt und brillierten mit starken Grätschen und tollen Offensivaktionen. Dadurch hielt der Traktooor bis zum Schluss hinten die Null und konnte vorne noch zweimal erfolgreich zuschlagen. Zunächst eroberte Becker den Ball und bediente Benad auf Außen, dieser legte den Ball mustergültig für Hertrampf auf, welcher zielstrebig in die kurze Ecke verwandelte. Danach hatte Seidel noch zweimal das fünfte Tor auf dem Fuß aber weder sein Abschluss im Strafraum noch sein Weitschuss aus 40m waren von Erfolg gekrönt. Kurz vor Ultimo zeigte Lehmann seine technische Finesse und dribbelte an der eigenen Grundlinie im Strafraum den Stürmern Knoten in die Beine. Danach folgte ein überlegter langer Ball auf den eingewechselten Keller, der den Ball unorthodox annahm und in die Spitze weiterleitete. Dort zog Benad auf Höhe der Mittellinie den Sprint an, umkurvte den Keeper und legte den Ball ins Tor.
Ende. Derbysieg. Tabellenführung.

Danach wurde kräftig mit den eigenen Fans gefeiert. Danke auch an dieser Stelle wieder für die stimmungsvollen Einlagen der Ultragruppierungen beider Fanlager. Im Anschluss wurde der Sieg beim örtlichen Sportfest noch gut zelebriert, ehe es am Tag darauf zur Hochzeitsfeier vom Vize-Kapitän und Torhüter Haupt ging. Eine tolle Feier zu einem tollen Anlass, die das erfolgreiche Wochenende perfekt abrundete.
Zwei Spiel sind noch zu gehen. Am kommenden Wochenende sind keine Prognosen möglich. Laubusch gastiert in Königsbrück und Milkel muss nach Lohsa anreisen. Der Traktooor empfängt zum letzten Heimspiel die Männer vom SV Radibor. Aufgrund des Sieges der Radiburschen gegen Lohsa ist man mehr als gewarnt. Kommt vorbei und unterstützt unseren Traktooor. Anstoß ist 15Uhr in Malschwitz.



