+++Punkt der Moral gegen einen abgezockten Kreisoberligisten+++

Was für ein Kampf! Gegen einen erfahrenen und abgeklärten Kreisoberligisten aus Königswartha holt der Traktooor nach Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden – und damit definitiv einen Punkt der Moral.



Nach guter Vorbereitung konnte Trainer Böhm trotz einiger Ausfälle auf einen 18 Mann Kader zurückgreifen. In der Startelf fanden sich neben E.Zint, Noack und Böhm gleich drei Neuzugänge. Der Traktooor erwischte einen starken Start in die Partie. Zunächst narrte Härtel zwei Gegenspieler, zog stark ins Zentrum und feuert in Richtung Tor. Doch Goalie Köhler parierte überragend. Danach köpfte Swakon nach einem Eckball zu zentral. Doch nach dieser starken Anfangsphase kam ein Bruch in das Spiel der Schwarz-Gelben. Torchancen waren anschließend auf beiden Seiten Mangelware. Die Heimelf versuchte es immer wieder mit gefährlichen Diagonalbällen und Standardsituationen, während vor allem der schnelle Hobrack für Gefahr sorgte.

Nach einer Hereingabe von der rechten Seite suchte und fand Schidun den Kontakt mit E. Zint. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter und Königswartha nutzte die Möglichkeit zur Führung. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal gefährlich: einen starken Volley von der linken Seite lenkte Haupt gerade noch über die Latte. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert. Königswartha stand hinten abgeklärt und ließ kaum etwas zu. Dem Traktooor fehlte hingegen Kreativität und die entscheidende Idee, um klare Torchancen zu erspielen. Mit Jurack kam dann allerdings neuer Schwung in die Offensive. Nach einem starken Chipball von Namensvetter Noack bot sich ihm direkt eine gute Möglichkeit per Direktabnahme – der Ball ging nur knapp am Tor vorbei und landete am Außennetz.



Kurz darauf setzte sich der Traktooor auf der linken Seite fest. Allerdings entstand im Aufrücken ein Fehlpass, der Verteidiger konnte dazwischengehen und leitete damit den Konter ein. Kühne setzte sich im Laufduell gegen Zint und Haase durch und überlupfte Haupt. Der war zwar noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr entscheidend abwehren – der Ball trudelte schließlich über die Linie. 0:2.

Spätestens jetzt war klar: Wenn noch etwas zählbares geholt werden soll, muss das Risiko erhöht werden.

Für Schwung sorgte der Anschlusstreffer in der 82. Minute. Noack fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und zog flach ab. Kein unhaltbarer Schuss – aber genau die richtige Entscheidung in einer Phase, in der wir uns ansonsten schwer taten, überhaupt gefährlich vor das Tor zu kommen. 1:2!
Plötzlich war wieder Leben in der Mannschaft. Die Schlussoffensive wurde eingeläutet.

Und tatsächlich: Nach einem weiteren Eckball kam es im Strafraum zum Kontakt. Der eingewechselte Jeremias wurde vor dem Kopfball regelwidrig behindert, dass er nicht zum Ball gehen konnte. Der Schiedsrichter zeigte erneut auf den Punkt.

Da Elfmeterschütze Seidel bereits ausgewechselt wurde, trat Noack an und besorgte mit einem platzierten Abschluss den Ausgleich zum 2:2!
In den letzten Minuten wurde es noch einmal hektisch. Lange Bälle, Zweikämpfe und Nickligkeiten – wirklich nennenswerte Torchancen gab es allerdings nicht mehr. Dann war Schluss.



Fazit

Der Traktooor ist wieder zurück und zeigt Wille und Moral. Dabei wurde über weite Strecken nicht die beste Leistung gezeigt. Offensiv tat man sich schwer, aber gerade deshalb ist dieses Comeback umso höher zu bewerten.

Nach einem 0:2-Rückstand noch zurückzukommen, spricht für den Charakter der Mannschaft. Mit einer ähnlich starken Anfangsphase und vielleicht einer frühen Führung wäre gegen Königswartha sogar noch mehr drin gewesen.

Am Ende steht ein 2:2 – und damit ein Punkt, den wir uns mit einer starken Schlussoffensive erkämpft haben.

Nächste Woche steht das erste Heimspiel der neuen Saison an. Am Samstag dem 22.08. gastieren die Sportfreunde des Thonberger SC. Anstoß ist 15Uhr. Kommt vorbei und unterstützt unsere Männer.

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