Es sollte der erfolgreiche Auftakt in die Rückrunde werden. Die Niederlage gegen Milkel aus der Vorwoche sollte egalisiert werden. Eine Reaktion hatte man sich vorgenommen. Doch leider kam genau das Gegenteil.
Der Reihe nach. Personell musste Coach Böhm im Vergleich zum Milkel Spiel auf Schwurack, Benad, Günther, Marschner und co. verzichten. Dazu fehlt weiterhin Dauerbrenner Hertrampf. Dennoch war die erste Elf gespickt mit Stammspielern. Die ersten 5 Minuten waren noch halbwegs in Ordnung. Ein ersten Angriff brachte der enteilte Lehmann mit einem Lupferversuch nicht im Tor unter.
Danach folgten Minuten der Ratlosigkeit. Köwa II spielte unbekümmert, mutig und frech nach vorn. Die vorderste Reihe, Altersdurchschnitt 18,2 Jahre, brachte unsere Defensive gehörig in Schwitzen. Das Tor machte am Ende jedoch der Traktooor. Jedoch ins eigene Tor. Einen Freistoß aufs lange Eck bugsierte Kittel unglücklich ins eigene Gehäuse.
Wer nun auf einen Weckruf hoffte, wurde enttäuscht. Köwa II war weiterhin das bessere Team und hatte weitere Chancen. Das 0:2 erfolgte nach einer guten Kombination über links mit einer Flanke in den 16er und Schulbuchmäßigen Kopfball ins Tor. Daraufhin gab es sogar noch Gelegenheiten auf das dritte Tor.
Die besten Minuten des Traktooors begannen ab der 40.Minute. Über Standards arbeitete man sich zurück in die Partie und hatte erste Chancen durch Seidel per Kopf. Kurz vorm Pfiff köpfte Seidel einen Haase Freistoß platziert ins lange Eck.
Nach deftiger Halbzeitansprache kam der Traktooor mit einem anderen Gesicht zurück. In der Drangphase, dominiert von Ecken und langen Einwürfen, erzielte Mitscherlich nach einer Lehmann Ecke das 2:2 per Kopf. Nun war das Feuer entfacht und Angriffe rollten aufs Gästetor. Die beste Chance hatte erneut Seidel nach Kittelvorlage. Doch sein Abschluss ging rechts vorbei. Mitten in dieser guten Phase folgte die letztlich spielentscheidende Szene. Nach einem Freistoß stürzten zwei Gästeakteure im 16er und Schiri Köhler erkannte ein Foulspiel. Den Elfmeter verwandelte Nowotnick sicher ins linke Eck. Danach war zwar noch genügend Zeit. Aber der Traktooor schaffte es, wie gegen Milkel nicht, sich Chancen zu erarbeiten. Man scheiterte mehr an sich selbst als am gut eingestellten Gegner. So ging die Partie letztlich 2:3 verloren.
Das Gute ist, die Saison ist nach dem ersten Spiel der Rückrunde nicht vorbei. Dennoch sollte klar sein, dass mit dieser Leistung keine höheren Ambitionen ausgerufen werden sollten.
Am Samstag gegen die BSW Lausitz muss ein anderes Gesicht gezeigt werden. Wir wissen, dass wir es besser können und wollen nein werden es Samstag zeigen!



